Das Schauspielhaus Zürich verabschiedet sich von dem Zusatz «jung» – und weitet das Junge Schauspielhaus auf das ganze Haus aus. Denn Theater für junges Publikum gehört nicht in eine andere Sparte, ist kein Extra. Junge Menschen sollen auf allen Ebenen selbstverständlicher Teil des gesamten Schauspielhaus Zürich werden!
Warum?
Weil ein Stadttheater das Theater der Stadt ist und mit Stadt weder Gebäude, noch Fussgängerstreifen, noch Autos gemeint sind, sondern die Menschen, die Bewohner*innen dieser Stadt!
Weil diese Bewohner*innen divers sind – nicht nur im Hinblick auf Geschmäcker, Vorlieben und Interessen, sondern auch was Geschlecht und Herkunft und andere demographische Kategorien angeht, von denen Alter eben auch nur eine weitere ist.
Weil alle diese vielfältigen Menschen im Schauspielhaus willkommen sind.
Und weil es auch keine eigene Sparte für Männer gibt oder für Senior*innen oder für Schreiner*innen, gibt es zukünftig auch keine eigene Sparte mehr für die Jugend. Das heisst nicht, dass es kein gesondertes Nachdenken mehr über Bedürfnisse, Interessen und Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen gibt.
Aber so sehr sich das Theater an alle wendet, wendet es sich eben auch an Jugendliche. Das Schauspielhaus Zürich will in den Zuschauerrängen sowie hinter den Kulissen jungen Menschen einen selbstverständlichen Platz verschaffen, wo sie sich und ihre Visionen verhandeln können. Platz im Spielplan, Platz auf den Probebühnen, Platz im Fundus, Platz in der Dispo, Platz im Budget, Platz in den Büros, Platz an der Billettkasse, Platz in der Kantine, Platz im Foyer und Platz auf der Bühne.