Dekalog – Halbzeit

«Dekalog ist ein Format für die Neugierigen, die Schatzsucher*innen und für die Fans des Unvollkommenen, für all diejenigen, die es geniessen, von Anfang an dabei zu sein und Ideen zu begleiten, wenn sie Schritt für Schritt ihren Kinderschuhen entwachsen. All denen, die sich grad in einer weniger abenteuerlustigen Stimmung befinden und die auf der Suche nach endgültigen und nicht nach vorläufigen Ergebnissen sind, empfehlen wir jetzt abzuchalten.» (Christopher Rüping vor Dekalog 4/10)

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«Vereinzelt entwickeln Theatermacher derzeit in Windeseile spezielle Formate fürs Web, um Kontakt zum Publikum zu halten. Zum Beispiel der Regisseur Christopher Rüping in Zürich, der Krzysztof Kieslowskis Dekalog online neu adaptiert.» (Der Standard, 24.4.2020)

«Ein prägnantes Beispiel unter vielen: Christopher Rüping ... hat am Schauspielhaus Zürich eine interaktive Online-Theater-Serie gestartet ... Dekalog ist nicht perfekt, will es auch gar nicht sein. Rüping zufolge werden die Monologe jeweils nur ein einziges Mal geprobt und dann live improvisiert ... man hat hier die seltene Gelegenheit, einer neuen Theaterform beim Entstehen zuzuschauen.» (rbb, 4.5.2020)

«Am Schauspielhaus Zürich stellt Regisseur Christopher Rüping für sein zehnteiliges Remake-Projekt Dekalog (es lief als Theater 2103 in Frankfurt) zu den zehn Geboten jeweils eine*n Schau­spie­le­r*in auf die leere weiße Bühne und lässt das Publikum mittels Abstimmungstool interaktiv eingreifen. Bereits beim zweiten Versuch funktioniert sogar die Technik. Der Bühnenraum ermöglicht eine eigenständige Kameraarbeit, was die Dynamik deutlich stärkt im Gegensatz zu den Homeoffice-Experimenten.» (taz, 22.4.2020)

«Im Laufe der Stream-Aufführung regten sich im Chat, der parallel unter dem Video lief, Emotionen. Applaus brandete in Form von Klatsch-Emojis auf, jemand schrieb 'alle klatschen nur debil', ein anderer nannte die Vorführung 'pathetisch-schön'.» (Frankfurter Allgemeine, 28.4.2020)

«Das Rohe, Unfertige des Settings, die Einmaligkeit der Live-Ausstrahlung und der Spielwitz der Darstellerinnen und Darsteller besitzen ausser­gewöhnlichen Charme: Dieses Aufführungs­format ohne Rewind-Taste schafft grosse Intensität – und bereitet Vergnügen. Man hat tatsächlich den Eindruck, einer neuen Aufführungs­praxis beizuwohnen, die dabei ist, sich zu entwickeln.» (Republik, 29.4.2020)

«Alles ist BAG-konform. Nur vier Menschen im Raum. Abstand gewahrt. Hände gewaschen. Und vor allem: Dieses Theater macht richtig Spass. Und berührte.» (Tages Anzeiger, 1.5.2020)

«Höhepunkt ist sein 1a-Christopher-Walken-Wutanfall 'The Ice gonna break'. Wodianka rastet aus, und allein für diese Sequenz lohnt sich das Zuschauen schon. Dabei sieht man ihn so nah wie niemals im Theater. So nah, dass Spuckefädchen in seinem Mundwinkel blitzen.» (nachtkritik.de, 18.4.2020)

«Schauspielerin Alicia Aumüller steht auf der Schiffbau-Bühne und rastet aus. Sie schmeisst den mit viel Liebe, aber wenig Talent zusammengerührten Kuchenteig zu Boden. So verzweifelt blickt sie in die Livestream-Kamera, dass es dem Publikum an den Endgeräten mulmig wird. Dieses Publikum hat soeben online abgestimmt: Aumüller darfihrem Ex bei der Suche nach seiner vermissten Tochter nicht helfen.» (Schweiz am Wochenende, 25.4.2020)

«#Dekalog 4: stärkster Teil der Reihe von @CRueping @Zschauspielhaus. Dank Wiebke Mollenhauer - und weil die Voting-Situation perfekt aufging: Mit dem zudringlichen Entscheidungs-Gewitter übertrug sich das Unbehagen wegen des potenziellen Inzests direkt in den Wohnzimmersessel.» (twitter, 25.4.2020)

«#dekalog Folge 5: Intensiv, Spannend sowohl die Narration als auch der Einsatz der (Theater)mittel, erstes Mal Gänsehaut seit dem Lockdown! Danke @CRueping!» (twitter, 26.4.2020)

«Richtig tolles Format» (instagram, 18.4.2020)