Gehversuche

Stay at home!, Lockdown, Grenzen zu. Corona hat unsere Bewegungsfreiheit in den letzten Wochen erheblich eingeschränkt. Was in der Schweiz jederzeit erlaubt war, war ein Spaziergang – aber auch hierfür gibt es, nicht nur durch die pandemiebedingten Einschränkungen, verschiedene Voraussetzungen. Für Marta Piras und James Bantone war Corona der Auslöser für eine Recherche zur Differenz der Mobilitätsmöglichkeiten diverser Menschen in der Stadt Zürich. Sie haben Menschen auf einen Spaziergang eingeladen – mit unterschiedlichen Perspektiven auf und Expertisen zum Thema Mobilität.

Jede*r bestimmt ihre*seine eigene Route, jeder Spaziergang bietet einen anderen Blick auf die Stadt und die Bewegung durch sie hindurch. Dramaturgieassistentin Marta Piras und Hausfotograf James Bantone laufen mit und dokumentieren in Text und Bild.

Gehversuch I:

«Ich schlage vor, wir gehen 1 Stunde. Alle 10 Minuten stoppen wir und machen die Wildgans-Übung, um uns die beiden Perspektiven anzuschauen. Die erste Hälfte der Zeit schweigen wir und sehen, was sich daraus ergibt.» Weiterlesen...

Gehversuch II:

«Es gab bei den Reisenden zwei Arten von Reaktion auf die Lage: Die erste war Angst ... Andere empfanden es eher als Chance, in dieser Zeit unterwegs zu sein: Endlich weniger Touristen.» Weiterlesen...

Gehversuch III:

«Weil wir versuchen ja, diesen Ort radikal zu verändern. Es ist kein Ort mehr, an welchem Menschen gemassregelt, eingesperrt und verwaltet werden. Aber solche Orte gab es und gibt es weiterhin.» Weiterlesen...

Dieses Interview wurde am 18. Mai 2020 geführt. Am 23. wurde das Juch-Areal geräumt.

Gehversuch IV:

«...wie übrigens auch das Cobra-Tram! Das ist super zum Einsteigen für Menschen mit Mobilitätsbehinderung oder für Menschen mit Kinderwagen, aber für Menschen mit Sehbehinderung ist das Cobra-Tram viel zu leise!» Weiterlesen...

Gehversuch V:

«Wir sind hier und jetzt in der Schweiz, in Zürich. Ein Ort, wofür Menschen den Tod in Kauf nehmen, um hierher zu gelangen.» Weiterlesen...