Einfach das Ende der Welt

Von: Jean-Luc Lagarce
Inszenierung: Christopher Rüping

Ist das Ende der Welt ein Ort? Oder eine Zeit? Oder gar ein Zustand? Für seinen zweiten Abend am Schauspielhaus Zürich hat der Regisseur Christopher Rüping sich entschieden, Einfach das Ende der Welt des französischen Autors Jean-Luc Lagarce zu inszenieren. Das Stück erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der als Jugendlicher aus seinem bedrückenden Zuhause auf dem Dorf auszog und in die weite Welt ging, nur um Jahrzehnte später zurückzukehren und Abschied zu nehmen – denn er ist mit dem HI-Virus infiziert und hat nicht mehr lange zu leben. Was zunächst als psychologisches Kammerspiel daherkommt, entfaltet eine weit über das familiäre hinausgehende Strahlkraft. Denn was genau eigentlich hört auf, wenn die Welt zu Ende ist? Und für wen? Das fragt Christopher Rüping in seiner ersten Inszenierung in der Schiffbau-Halle.

 

  • 24. April 2020