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27. April 2020

Wir gratulieren:
3sat-Preis für Alexander Giesche und Der Mensch erscheint im Holozän

Das Theatertreffen gab heute bekannt, dass Alexander Giesche, Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich, für seine Inszenierung Der Mensch erscheint im Holozän den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis erhält. Da das 57. Berliner Theatertreffen wegen der Corona-Krise nicht stattfinden kann, wird die Preisverleihung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Die Begründung der 3sat-Jury: «Alexander Giesche legt mit Der Mensch erscheint im Holozän die erste grosse Inszenierung zum Thema Klimawandel vor. Für Max Frischs Erzählung aus dem Jahr 1979 erschliesst er eine neue Lesart, nach der ein lokales Unwetter (das parabelhaft für die Gebrechlichkeit und Vergänglichkeit des Protagonisten steht) als planetares Ereignis wahrnehmbar wird. Giesches unaufdringlicher Inszenierungsgestus, seine irisierenden, visuell beeindruckenden Bilder zwischen Fernsehrauschen und Club-Atmosphäre bringen eine meditative Tonlage ins Spiel, die am Theater noch selten ist. Sie eröffnet Denkräume ohne moralischen Imperativ, indes mit wuchtiger Wirkung. So könnte die Zukunft klingen.» Der Jury gehören Margarete Affenzeller (Theaterkritikerin und Mitglied der Theatertreffen-Jury), Yvonne Büdenhölzer (Leiterin des Theatertreffens) und Wolfgang Horn (ZDF-Redaktion Musik und Theater) an.

Seit 1997 vergibt 3sat als Medienpartner des Berliner Theatertreffens jährlich einen Preis für eine künstlerisch innovative Leistung an eine*n oder mehrere Künstler*innen aus dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles. Bisherige Preisträger*innen waren u. a. Herbert Fritsch, Sandra Hüller, Susanne Kennedy, Wiebke Puls, Milo Rau, Christoph Schlingensief und Nicolas Stemann, zuletzt Ersan Mondtag.

Die Co-Intendanten Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann gratulieren: «Was für eine schöne weitere Auszeichnung für die Arbeit von Alexander Giesche, die mit so ungeheurem Feingefühl für die Wucht der Details und so eigenwillig sinnliche Erlebnisräume schafft. Wer Antworten sucht auf die Fragen: was ist Wind, was Regen oder haben Staubsaugerroboter eine Seele, wird mit ihm IM Theater fündig. In jenem Theater von Menschen für Menschen gemacht, das uns in einem Raum zusammenfinden, staunen und körperlich erzittern lässt und – und das gerade nicht stattfinden kann. Wie sehr vermissen wir dieses Theater, das Theatermachen von Alexander Giesche! Glückwunsch, Alexander!»

Ein Gespräch mit Alexander Giesche über die Entstehung der Inszenierung, wichtige Elemente daraus und über immer neue und sehr persönliche Bezüge zu Max Frisch und dessen Erzählung finden Sie hier.

Weitere News

27. Mai 2020
Ab dem 12. Juni gehts weiter

Ausgehend vom heutigen Beschluss des Bundes dürfen ab dem 6. Juni wieder Veranstaltungen für bis 300 Personen stattfinden - unter Einhaltung von Schutzkonzepten. Denn wir wollen weder unsere Zuschauer*innen noch Mitarbeiter*innen unnötigen Risiken aussetzen. Unter diesen Voraussetzungen freuen wir uns, dass wir wieder weiterspielen können und haben dafür konkrete Pläne:

Am 12., 13 und 14. Juni findet in der Schiffbau-Halle Composition (vor) IV statt von und mit Wu Tsang und Moved by the Motion im Rahmen der Zürcher Festpsiele. Gleich darauf folgt Wu Tsangs Videoinstallation The Show's over im Pfauen. Zum Abschluss der Saison inszeniert Nicolas Stemann seine Corona-Passionspiele live als installativen Parcours im Schiffbau. Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen beginnt demnächst.

17. April 2020
Coronavirus: Bis am 8.6. alle Vorstellungen abgesagt

Den Vorgaben des Bundesrates entsprechend hat sich die Direktion des Schauspielhaus Zürichs entschieden, alle Theatervorstellungen bis einschliesslich 8. Juni 2020 abzusagen. Darüber hinaus wird das Haus zu Ihrem und zu unserem Schutz bis einschliesslich am 26. April komplett geschlossen.

28. Januar 2020
Der Mensch erscheint im Holozän ist eingeladen ans 57. Berliner Theatertreffen

Wir freuen uns riesig: Die Inszenierung Der Mensch erscheint im Holozän von Alexander Giesche wurde zum 57. Berliner Theatertreffen eingeladen.

28. Januar 2020
Geschäftsbericht 2018/19

Anlässlich der Generalversammlung vom 28. Januar 2020 veröffentlicht die Schauspielhaus Zürich AG die Zahlen der Spielzeit 2018/19: 136’127 Zuschauer*innen besuchten die insgesamt 585 Veranstaltungen des Schauspielhauses.

02. Dezember 2019
Leonie Böhm inszeniert
Leonce und Lena,
Christopher Rüping
Einfach das Ende der Welt

Zwei Stückentscheidungen waren bisher noch offen, zwischenzeitlich sind die Würfel gefallen.

25. November 2019
Wir gratulieren:
Christopher Rüping und Sibylle Berg gewinnen einen Nestroy Preis 2019

Dionysos Stadt (Inszenierung: Christopher Rüping) ist die beste Aufführung im deutschsprachigen Raum, Sibylle Berg gewinnt für ihr Hass-Triptychon – Wege aus der Krise den Autorenpreis 2019.

09. November 2019
Wir gratulieren:
Maja Beckmann gewinnt den FAUST-Preis

Für ihre Leistung in Dionysos Stadt gewinnt Maja Beckmann in der Kategorie Darsteller*in Schauspiel.

11. Oktober 2019
Let’s talk about the talk about Sex!

Für die Theaterproduktion I’M WIDE AWAKE IT’S SPRING suchen wir Jugendliche und Erwachsene, die mit uns über Sex sprechen.

07. Oktober 2019
Wie viel wollen Sie für Theater bezahlen?

Neu heisst es einmal im Monat: Zahlen Sie, was Sie wollen! Vor dieser Entscheidung steht das Publikum am 15. Oktober in der Vorstellung von Miranda Julys Der erste fiese Typ zum ersten Mal.

17. September 2019
Wir gratulieren:
Sibylle Berg ist nominiert für den Schweizer Buchpreis

Sibylle Berg ist gemeinsam mit Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2019.

06. September 2019
Willkommensgeschenk
von Harald Naegeli

In pinkem Neon leuchtet ab sofort eine Naegeli-Skulpur über dem Schiffbau-Eingang. Die Strichfigur ist ein Willkommensgeschenk des «Sprayers von Zürich» an die neue Intendanz.

Mehr zu den Hintergründen finden Sie im Onlinejournal.

04. September 2019
Neu: Vier Jugendclubs am Schauspielhaus Zürich

Ab September 2019 bietet das Schauspielhaus Zürich vier wöchentliche Jugendclubs für alle Spielbegeisterten zwischen 13 und 23 Jahren an.

28. August 2019
Wir gratulieren: Christopher Rüping ist Regisseur des Jahres, Nils Kahnwald ist Schauspieler des Jahres

Die diesjährige Kritiker*innen-Umfrage der Fachzeitschrift Theater heute hat Christopher Rüping für die Inszenierung «Dionysos Stadt» mit 14 Stimmen zum Regisseur des Jahres gewählt. Schauspieler des Jahres ist mit 6 Stimmen Nils Kahnwald, Maja Beckmann wurde bei den Schauspielerinnen auf den 3. Platz gewählt.