Wu Tsang

Wu Tsang ist eine preisgekrönte Filmemacherin und Performance­-Künstlerin. Ihre Werke erkunden verborgene Geschichten, zurückgedrängte Themen und das Darstellen selbst. Ihr dokumentarischer Ansatz verknüpft verschiedene Erzähltechniken mit wunderlichen Ausflügen in Fantasiewelten. Tsangs dokumentarischer Debütfilm Wildness (2012) porträtiert eine homosexuelle Einwander*innen-­Bar im MacArthur Park in Los Angeles. Dort organisierte sie jede Woche einen Partyabend für Stammkund*innen sowie für junge queere Künstler*innen of color. Die Bar selbst spielt im Film eine zentrale Rolle; sie ist allwissende Erzähler*in und verbildlicht real und fantastisch, wie kulturelle Fiktion entsteht und ausgedrückt wird. Tsangs Arbeit zeichnet sich in erster Linie durch langfristige Kollaborationen aus, beispielsweise mit der Performance-Gruppe Moved by the Motion oder dem Dichter Fred Moten. Einige ihrer langjährigen Partner*innen werden mit ihr nach Zürich ziehen und Teil des Ensembles des Schauspielhauses werden, darunter die Performance-Künstlerin boychild, die Elektro-­Künstlerin Asma Maroof aus Los Angeles und der Tänzer Josh Johnson, der bislang bei der Forsythe Company arbeitete. Tsang wurde mehrfach ausgezeichnet und ist 2018 Preisträgerin des renommierten «Genius Grant» der MacArthur-Stiftung, der ein Lebenswerk ehrt.

* 1982 in Worcester, Massachusetts

WICHTIGE ARBEITEN: Wildness, Duilian, Gravitational Feel, Sudden Rise, A day in the life of Bliss

WICHTIGE EINLADUNGEN: MoMa New York, Whitney Biennial, New Museum Triennial, Hammer Museum, Performa 11 New York, Guggenheim Museum, Tate Modern London, Stedelijk Museum Amsterdam, Berlin Biennale, Sharjah Biennial, Antenna Space Shanghai, M+ Museum Hong Kong, Hiroshima MOCA, Berlinale Film Festival, South by Southwest Film Festival

AUSZEICHNUNGEN: MacArthur Fellowships (2018), Guggenheim Fellow (2016), Hugo Boss Prize Nominee (2018), Stipendium Warhol Foundation for the Visual Arts, Stipendium Rockefeller Foundation

2019/20 IN ZÜRICH: Sudden Rise, Moved by the Motion, The show’s over (AT)