Plattform / Unterwerfung

Von: Michel Houellebecq
Inszenierung: Johan Simons

Ein islamistischer Terroranschlag setzt der Liebesgeschichte von Michel und Valérie in Michel Houellebecqs Plattform ein abruptes Ende, mitten in dem Urlaubsparadies, das sie gemeinsam aufgebaut haben: ein Clubangebot im globalen Süden für Sextourist*innen aus dem globalen Norden – all inclusive. 
In Unterwerfung wird Frankreich dann von einem moderaten muslimischen Präsidenten angeführt, gewählt von der Mehrheit der Französ*innen, die sich erstaunlich schnell mit den neuen Gegebenheiten arrangiert haben. «Und wie ist es dazu gekommen? Eben durch den Ausverkauf unserer westeuropäischen Werte. Wir verkaufen alles, auch unsere Einstellung zur Religion, zur Moral. Wir verkaufen unsere Werte, die Gleichstellung von Mann und Frau. Alles ist käuflich in unserer neoliberalen Gesellschaft. Was in Plattform beginnt, treibt Houellebecq in Unterwerfung auf die Spitze.» So beschreibt Regisseur Johan Simons den Zusammenhang zwischen Houellebecqs beiden Romanen, die er für das Schauspielhaus Bochum zu einer einzigen grossen Inszenierung verknüpft hat und die nun zum Beginn einer langfristigen Kollaboration zwischen den beiden Schauspielhäusern auch in Zürich regelmässig gezeigt werden wird, sowohl als Doppelabend als auch als Auskopplung des zweiten Teils Unterwerfung.

 

  • Zürich­-Premiere: Februar 2020, Pfauen
  • In deutscher und französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

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