New Beginnings

Inszenierung: Alexander Giesche 

In New Beginnings entwickelt Alexander Giesche ein Set von Spielregeln für Theaterbesucher*innen. In einer Architektur für zwölf Zuschauende entspinnt sich ein zartes, subtiles Spiel aus Blicken, das dem Theater selbst auf den Grund geht: dem ‹théatron›, griechisch für Schauplatz. Wer angeschaut wird und wer anschaut, wer dabei im Dunkeln bleibt und wer im Rampen­ licht steht, ist eine Frage von Machtverhältnissen und Erotik. Wie in einer Peepshow oder auf Instagram bildet sich hinter Glas ein Stream des Immerneuen ab: 64 Stunden, ohne Pause ver­ folgen die Zuschauenden, wie sich circa 30 Aktivist*innen, Influen­cer*innen, Selbstdarsteller*innen, Promis, Schauspieler*innen, Performer*innen und Tänzer*innen den Blicken in den zwölf Kabi­nen aussetzen. Jeder Moment ist flüchtig, jeder ist neu. Ein Unterhaltungsrausch zwischen der unersättlichen Gier auf das Immerneue und der Sehnsucht, dass das Schöne bleibe – noch einmal, einfach anhalten, immer weiter. Auf dass es niemals aufhöre. Nach den ersten 64 Stunden von Neuanfängen in den Münchner Kammerspielen wird New Beginnings Mitte 2020 exklusiv für Zürich und gemeinsam mit den Festspielen Zürich neu produziert.

 

  • Zürich­-Premiere: 11. Juni 2020, Schiffbau-Box