Wut

Von: Elfriede Jelinek
Inszenierung: Nicolas Stemann

Ein schwedisches Mädchen wird in Internetforen mit Hass und Häme überzogen, weil sie auf den Klimawandel hinweist; einer der reichsten Menschen der Welt wird mit offensiv zur Schau getragener Wut gegen alles Fremde zum Präsidenten der USA gewählt; ein junger Rassist erschiesst in Neuseeland vierzig betende Menschen und überträgt diese Tat in der Ästhetik eines Ego-Shooter-Spiels live ins Internet. All diese Vorfälle fanden lange nach dem Verfassen von Elfriede Jelineks Theaterstück Wut statt und dennoch scheint das Stück ein Kommentar darauf zu sein. Jelineks Schreibanlass waren 2015 die Pariser Anschläge auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo und einen koscheren Supermarkt. Stemanns Inszenierung ergänzt und konterkariert Jelineks vielstimmigen Wut-Chor, indem sie die Grenzen von Kunst, Humor und Satire auslotet: Welche Witze sind nicht mehr lustig und warum eigentlich nicht? Sind Ironie und Satire als Aufklärungs-Instrument erledigt? Wut ist die inzwischen achte Zusammenarbeit der künstlerischen Wahlgemeinschaft von Elfriede Jelinek und Nicolas Stemann.

 

  • Zürich­-Premiere: Datum und Ort folgen

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