Faust Ⅰ

©Zoé Aubry

Von: Johann Wolfgang von Goethe
Inszenierung: Nicolas Stemann

Dieser Faust ist weit gereist. Die Inszenierung zählt zu den wichtigsten Arbeiten der beiden Intendanten und wurde 2012 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Theater Heute wählt sie zur Inszenierung des Jahres, Benjamin von Blomberg wird als Dramaturg des Jahres ausgezeichnet und das neue Ensemblemitglied Sebastian Rudolph als Schauspieler des Jahres. In der Begründung der Jury für den 3sat-Preis des Theatertreffens steht: «So wie Nicolas Stemann Faust Ⅰ & Ⅱ inszeniert, hat man ihn noch nicht gesehen. Seine Inszenierung ist selbst ein faustisches Ereignis, ein Grübeln und Ergründen, was dieses Drama im Innersten zusammenhält, was es bereithält – für uns heute.» Dass Faust heute als Zeitgenosse anmutet, ist verstörend, aber es ist die Gegenwart, von der Goethe erzählt: eine durchbefreite Gesellschaft von Radikalindividualist*innen, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn. Und der Teufel flüstert in die Ohren: Sei dein eigener Massstab! Statt Erkenntnis gibt es Machtgewinn: Frauen, Natur und Kolonien werden gleichermaßen unterworfen und zerstört – die Zerrissenheit in der Brust dient dabei als Antrieb und Ausrede gleichermaßen.

Reicher um einige Jahre und Erfahrungen ist die Inszenierung nun endlich in einer für Zürich neu eingerichteten Version am Schauspielhaus zu sehen – und zwar sowohl als fast neunstündiger Marathon des gesamten Stückes (Faust Ⅰ & Ⅱ), als auch als Auskopplung nur des ersten Teils Faust Ⅰ.

 

«Stemanns Faust Ⅰ ist ein grandios aktueller, megalomaner Kniefall vor Goethe: hinreissend witzig und krass aufgerissen für unsere Zeit.»

(Tages Anzeiger, 16.9.2019)

 

«Sebastian Rudolph zeigt eine Sternstunde der Schauspielkunst.»

(NZZaS, 22.9.2019)

Mit Friederike Harmsen, Philipp Hochmair, Burkhard Niggemeier / Sven Kaiser, Sebastian Rudolph, Sebastian Vogel, Patrycia Ziolkowska, Andy Zondag, Daniel Lommatzsch
Inszenierung
Nicolas Stemann
Bühne
Thomas Dreissigacker, Nicolas Stemann
Kostüme
Marysol del Castillo
Musik
Thomas Kürstner, Sebastian Vogel, Burkhard Niggemeier / Sven Kaiser
Video
Claudia Lehmann
Videomitarbeit
Eike Zuleeg
Licht
Paulus  Vogt
Dramaturgie
Benjamin von Blomberg
Theaterpädagogik
Patrick Oes

Eine Übernahme des Thalia Theater Hamburg
Eine Koproduktion mit Salzburger Festspiele.
Unterstützt von der Zürcher Kantonalbank.

  • 3 Stunden 20 Minuten, inkl. 1 Pause
  • Pfauen
  • Empfohlen ab 16 Jahren
  • 🛈 Einführung 30 Min vor der Aufführung am 8.10., 12.10., 26.10., 27.10., 9.11., 05.12. und 15.01.
Daten
Do 05.12. 19:30 - 22:50 Pfauen
Restkarten an der Abendkasse05Zum Kalender hinzufügen
  • Carte Blanche
  • Do
Fr 27.12. 19:00 - 22:20 Pfauen
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  • Fr
Di 31.12. 19:00 - 22:20 Pfauen
Tickets31Zum Kalender hinzufügen
Mi 15.01. 19:00 - 22:20 Pfauen
Noch nicht im Vorverkauf15Zum Kalender hinzufügen
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